Berufliche Bildung

Um weiterhin hochqualifizierten Nachwuchs für unser Handwerk und die mittelständischen Betriebe zur Verfügung zu haben, ist es aus meiner Sicht unerlässlich, die Situation an den berufsvorbereitenden Schulen zu verbessern. Die gestiegenen Anforderungen und der hohe Bedarf an neuen Lehrlingen stehen hierbei einer zum Teil sinkenden Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger gegenüber. Dazu kommt – demographisch bedingt – eine immer geringere Zahl an jungen Menschen.

Die Anerkennung der Gleichwertigkeit von beruflicher sowie schulischer Bildung und Ausbildung ist besonders wichtig, um den „psychologischen Druck“, für eine geglückte Karriere unbedingt ein Studium absolvieren zu müssen, abzubauen. Ich setze mich aktiv dafür ein, die Chancen, die eine Lehre bieten kann, stärker im Bewusstsein junger Menschen und vor allem ihrer Eltern und Lehrer zu verankern. Abitur und Studium bieten sehr gute Ausgangspositionen – eine Lehre aber genauso!

Wie alle Bildungszweige brauchen auch Berufsschulen ausreichend Geld und Lehrpersonal, um ihrem zunehmend komplexeren Auftrag gerecht zu werden.

Berufliche Bildung und Lehre wirken ineinander, und gerade hier liegen die Chancen, auch Jugendliche, die es schwerer haben – ob ihrer sozialen Herkunft oder aufgrund eines Migrationshintergrunds – in die Arbeitswelt und damit in die Gesellschaft zu integrieren. Bildung ist unser Auftrag für eine erfolgreiche Wirtschaft und eine gesunde Gesellschaft.