MdL Markus Reichhart besucht das Staatliche Berufliche Schulzentrum Neuburg an der Donau

MdL Markus Reichhart im Gespräch mit Berufsschülern, Schulleiter Fritz Füßl und Stellvertreter Berthold Staab.

Das Staatliche Berufliche Schulzentrum Neuburg empfing den Landtagsabgeordneten Markus Reichhart am 7. Juni zu einem Informationsgespräch. Fast vierzig Schüler verschiedener Klassen und Fächer befragten den Freien Wähler Reichhart zu den aktuellsten Themen, von der Wirtschaftskrise über die Wehrpflicht bis hin zu den Zukunftsaussichten auf dem Arbeitsmarkt, was den Schülern natürlich besonders am Herzen lag.

Markus Reichhart sagte, er sei davon überzeugt, dass das meist vorbildliche Engagement, Interesse und die vorhandene Leistungsbereitschaft, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen, den jungen Menschen die Zukunft sichern werde. Aus seiner Sicht sei es darüber hinaus ein gutes Signal, wenn sich die Schüler über die Zukunft von Wirtschaft, Gesellschaft und Sozialstaat Gedanken machten. „Ich glaube, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auch die Lage der finanziell vernachlässigten Sozialberufe verbessern wird, da die demographische Entwicklung zu einer Aufwertung sozialer Arbeit führen wird“, so der Abgeordnete weiter. Er betonte dabei die Funktion der Politik, die dafür sorgen müsse, dass auf allen Gebieten Nachhaltigkeit oberstes Gebot sei. Dazu sei auch Ehrlichkeit unabdingbar. Als Mitglied im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages sei ihm die Finanzkrise sehr bewusst, weshalb er verstehe, dass der Staat in der aktuellen Krise erhebliche Einsparungen vornehmen müsse, doch dürften diese nicht zulasten der Bildung und des Sozialstaates gehen, erklärte der Landtagsabgeordnete. Weiter sagte er: „Wir müssen darauf achten, dass wir nicht zwischen schulisch-universitärer Ausbildung und handwerklich-beruflicher Fortbildung differenzieren. Die Meisterausbildung muss genauso vom Staat unterstützt werden wie das Studieren selbst“, meinte er mit Blick auf das BAföG und die – aus Sicht der Freien Wähler – abzuschaffenden Studiengebühren. Beim Punkt Wehrpflicht stellte Markus Reichhart klar, dass er für den Erhalt des Wehrdienstes sei. Bei Abschaffung ist auch der Zivildienst betroffen und damit viele soziale Einrichtungen in ihrer Existenz bedroht. Er verwies auch auf einen Antrag der Freien Wähler zur Einführung eines verpflichtenden sozialen Jahres für Männer und Frauen.

Nach der Diskussion zeigten ihm der Schulleiter Fritz Füßl und dessen Stellvertreter Berthold Staab die Unterrichtsräume, von deren guter Ausstattung sich Reichhart überzeugen konnte. Im anschließenden Gespräch  wurde über die finanziell angespannte Lage, Verbesserungswünsche und die Zukunft des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums gesprochen, wobei Reichhart seine Unterstützung für die Neuburger Bildungseinrichtung signalisierte: „Wichtig sind regionale Lösungsansätze und die regionale Kooperation – gerade im Bildungsbereich.“