Donaumoosentwicklungskonzept

Markus Reichhart mit einem jungen Biber auf dem Arm.
Landrat Roland Weigert (li.) und Willi Riß (mitte) zeigen MdL Markus Reichhart die Absackung des Donaumooses anhand des Donaumoospegels. Die Absackung ist eine Folge der Entwässerung. Dies schwächt die Fähigkeit des Bodens zur Kohlendioxidspeicherung.

Am Freitag, 9. Juli 2010, war Markus Reichhart zu Besuch im Haus im Moos in Karlshuld, um sich über die Arbeit des Donaumoos-Zweckverbandes zu informieren, sowie die Arbeitsfortschritte beim Donaumoos-Entwicklungskonzept zu begutachten.

Landrat Roland Weigert, Vorsitzender des Zweckverbandes, Geschäftsführer Willi Riß und Experte Michael Hafner informierten Reichhart über die Projekte des Zweckverbandes, der neben dem Hochwasserschutz und extensiver landwirtschaftlicher Nutzung den Arten- und Biotopschutz zum Ziel hat. Der Erhalt des Torfkörpers ist wegen seiner Funktion als CO2-Speicher besonders wichtig.

Die Wiederherstellung moortypischer Lebensräume, die im Zuge der Entwässerung des Donaumooses verschwunden sind, steht dabei im Vordergrund. Extensiv genutzte Grünlandgebiete sollen im Sinne der Biodiversität erhalten und geschaffen werden. Seltene Tierarten wie Wiesenbrüter, verschiedene Libellenarten und Bachmuscheln erhalten so einen Lebensraum.
Auch für den Hochwasserschutz wird dabei einiges geleistet. Es geht darum, Rückhalteräume zu schaffen, die in der Lage sind Hochwasserspitzen abzufangen. Dies hat auch für Ingolstadt Bedeutung bei Hochwasser. Das Moos als großer Kohlendioxidspeicher hat auch Bedeutung im Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung. Gerade die großen Waldbrände in Russland im August zeigen, was passieren kann, wenn man Moore zu stark entwässert. Bei den Bränden wurden riesige Mengen an Kohlendioxid und Staub freigesetzt. Dies hat auch das Umweltministerium erkannt und fördert Projekte zur Erhaltung von Moorflächen in ganz Bayern, so auch im Donaumoos.
Die Bemühungen zum Arten- und Hochwasserschutz basieren auf einer Zusammenarbeit aller Beteiligten, die auf Freiwilligkeit setzt.
Zusätzlich erhält die naturnahe Donaumoosregion durch die Renaturierungsmaßnahmen eine Anziehung auf Touristen und Naturliebhaber.

Das Ineinandergreifen von Arten- und Naturschutzkonzepten hat für Markus Reichhart besondere Bedeutung. Aus seiner Sicht muss beim Hochwasserschutz eine stärkere Kooperation im Regionalverbund erfolgen.