Chris Böttcher begeistert Ingolstädter Publikum

Markus Reichhart begrüßt die Gäste in Ingolstadt
Saal in der Auwaldsee-Gaststätte
(v.li.) Eva Gottstein, Hubert Aiwanger, Sepp Misslbeck
Beim Fassanstich (v.li.) Klaus Böttcher, Sepp Misslbeck, Hubert Aiwanger
Prost (Markus Reichhart, Hans und Johann Stachel, Sepp Misslbeck)
Comedian Chris Böttcher bringt Stimmung in den Saal
Mit dabei - sowohl in Ingolstadt als auch in Neuburg - die Baringer Blaskapelle
Neuburger Starkbierfest
Roland Harsch, Eva Gottstein, Markus Reichhart
Birgit und Markus Reichhart mit Eva Gottstein

Markus Reichhart hat die Möglichkeit genutzt und gleich an zwei Starkbierfesten innerhalb von fünf Tagen teilgenommen. Am 19. März war er Gast in Neuburg, am 24. März spielte er selbst den Gastgeber. Hier die Berichte zu beiden Festen.

Ingolstadt: Chris Böttcher bringt Saal zum Beben (24. März)

Klaus Böttcher bringt schnell noch das Banner der FW in Stellung. Ansonsten dominiert auf der Bühne im Wirtshaus am Auwaldsee das Herrnbräu-Logo. Es ziert das schmucke Holzfass samt Rednerpult. Akustisch sind die Freien Wähler aber voll präsent, schon bei den ersten Worten von Markus Reichhart, der als FW-Landtagsabgeordneter die Gäste im vollen Wirtshaussaal begrüßt, branden  "Bravo“-Rufe auf. Und Reichhart garniert die Begrüßung mit einigen politischen Spitzen: "Den Seehofer kennen 95% in Bayern. Dann wählen ihn doch nur noch fünf Prozent." Und: "Seit die Telekom ihre gelben Telefonzellen abgebaut hat, gibt es für die FDP keine Versammlungsräume mehr."

Herzlich begrüßt Reichhart den Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger, Eva Gottstein und Sepp Mißlbeck, den einzigen FW-Bürgermeister in einer Großstadt. Natürlich erwähnt er auch seine Stadtratskollegen Hans und Johann Stachel, Dr. Franz Götz und den Umweltreferenten Wolfgang Scheuer. Als er allerdings die begrüßt, die "nur wegen Chris Boettcher gekommen sind," wird ganz besonders heftig applaudiert, angesichts der großen Popularität des Stargastes sicher verständlich.

Dann zapft Hubert Aiwanger gekonnt das erste Fass an und öffnet in der Hitze des Gefechts sofort den Zapfhahn - bevor seine Helfer den ersten Maßkrug in Stellung bringen können. Ein paar Tropfen des kostbaren Operators verfehlen das Ziel und landen auf dem Boden, was allerdings kaum einer im Publikum mitbekommen hat. Es kreisen die Maßkrüge: "Ozapft is!"

Die Baringer Musikanten spielen zünftig auf. Schließlich kommt er, der Paparazzo Chris Boettcher, und packt aus. "Nichts als die nackte Wahrheit", so der Untertitel des Programms. "Wer hat sein Bier scho?" fragt er als erstes und erntet stürmischen Applaus, weil viele Gäste noch kein Bier haben. Entschuldigend fährt er fort: „Wer hat denn erwartet, dass bei einer Veranstaltung der FW so viele Leute kommen?“

Doch gleich kommt er zu Guttenberg: "Man muss jetzt einen neuen Doktortitel einführen: Summa cum klaute". Loddar Matthäus schlägt Guttenberg als neuen Trainer für den FCB vor: "Der ist zwar kein Trainer, aber er könnte die Punkte von Dortmund kopieren!"

"Christian Wulff, die wandelnde Büroklammer aus Schloss Bellevue!" "Amerika, Kennedy, das war Erotik - da hat die Marilyn Monroe persönlich das Geburtstagsständchen geblasen." "Berlusconi: Ich lebe nur von Pizza, Pasta und Viagra!"

Über mögliche Einflüsse des Islam in Deutschland: "Der Horstl heißt dann Moscheehofer!" Edmund Stoiber singt: "Ich hab das Missionier'n im Blut, bin überzeugter Christ. Und werde Gott noch näher sein, weil der Papst ein Bayer ist. Das soll der Welt ein Zeichen sein, doch manchmal frag' ich mich, warum ist' bloß der Ratzinger,  warum bin's  denn..."

(Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung: www. stattzeitung.in : http://www.stattzeitung.in/gesellschaft/4730-ein-paparazzo-bei-den-freien-waehlern )

Neuburg: Drei Akte in gemütlicher Atmosphäre (19. März)

Voller Höhepunkte war auch dieses Jahr das Starkbierfest der FREIEN WÄHLER Neuburg, das sich zum 26. Mal jährte. Roland Harsch der neue Vorsitzende führte durch den Abend. Knapp 500 Personen, darunter auch die Landtagsabgeordneten Eva Gottstein und Markus Reichhart, füllten den Kolpingsaal und genossen das ausgeklügelte Programm.

Den Anfang machte eine Überraschung für Klaus Brems. Dieser hatte im vergangenen Jahr den Ortsvorsitz an Roland Harsch abgetreten. Für ihn hatte sich Florian Herold etwas besonderes ausgedacht: einen Kurzfilm mit Interviews von Weggefährten, der nicht mit Komik geizte und den amüsanten Einstieg in den Abend bot. Klaus Brems bedankte sich artig für die Ehrenbezeugung.

Während das Publikum den Speisen und dem Starkbier „Peccator“ zuwendete trat der Spottheinrich  Manfred Basel unter Applaus und Spotlight in den Saal ohne zu vergessen, sich auf der Bühne erst einmal die Narrenkappe aufzusetzen. Nur so sei Narrenfreiheit garantiert, meinte er, und begann sogleich seine Schelte gegen die Stadtpolitik(er) und seine Seitenhiebe gegen Neuburger Ereignisse wie den Ryder-Cup.

Als überregionalen Akt hatte man diesmal die „Mehlprimeln“, das bekannte Brüderpaar Panitz aus Schwaben engagiert. In gewohnt gedämpfter Manier sorgten die Kaisheimer für eine fetzige Stimmung. Mit nachdenklich stimmenden und humoristischen, teils gesungenen, Einlagen brachten sie Themen ins Programm, die über den Tellerrand des Landkreises hinausgingen.

Für die nötige Neuburger Bodenhaftung sorgte anschließend und damit abschließend das Komikergrüppchen „Schafferhans & Co.“, deren Frontfrau „Nonne Margarete“ vor allem die politische Spitze Neuburgs – vom Stadtrat über den OB bis hin zum Landrat – unter Beschuss nahm. Alles in allem ein gelungener Abend, den die Baringer Blaskapelle in bester Manier untermalte.