Reichhart: de Maizière soll Zeitplan nennen

MdL Markus Reichhart und Bürgermeister Johannes Erhard im Gespräch
An einer Wandkarte zeigt der Bürgermeister die Lage des Fliegerhorstes Penzing

In seiner Funktion als Stimmkreisbetreuer der FREIEN WÄHLER für den Stimmkreis 119 (Fürstenfeldbruck-West, Landsberg) besuchte MdL Markus Reichhart am 6. Februar die Gemeinde Penzing. Auf Einladung von Bürgermeister Johannes Erhard (Dorfgemeinschaft Penzing) kam Reichhart in die 3.800 Seelen-Gemeinde, um sich über die Lage und Entwicklung der kleinen Kommune zu erkundigen. Erhard beschrieb ein breites Spektrum an Themen, mit denen Penzing beschäftigt ist: von der Breitbandanbindung über die Energiewende (Photovoltaik) bis hin zu Bebauungsplänen und Schwierigkeiten mit der Bahn.

Hauptthema des Gesprächs war jedoch der im Ort liegende Fliegerhorst mit dem Lufttransportgeschwader 61 Penzing. Mit der Bundeswehrreform, die Verteidigungsminister de Maizière im vergangenen Jahr vorstellte, wird die Geschichte des Geschwaders in Penzing ihr Ende finden. Hauptanliegen der Politik müsse, so Erhard und Reichhart übereinstimmend, die vernünftige Weiterentwicklung der Gemeinde sein. Dies sei jedoch nur möglich, wenn es einen konkreten Zeitplan zum Abzug der Bundeswehr gebe. Dieser liegt jedoch bisher nicht vor.

Angesichts positiver Voraussetzungen für eine „Zeit nach der Bundeswehr“, die eine Ansiedelung von Industrie und Gewerbe auf dem Gelände des Geschwaders erleichtern könne, müsse man sich rechtzeitig auf die Zukunft vorbereiten, betonte der Bürgermeister. Markus Reichhart sieht dabei auch die Probleme, die die Bundeswehr betreffen könnten. Schließlich müssten die zivilen Angestellten und die Soldaten und deren Familien frühzeitig informiert werden, wann eine Versetzung wohin anstehe.

Erhard und Reichhart betonten am Ende des Gesprächs, dass es nun am Bundesverteidigungsministerium liege, ein konkretes Enddatum für das Lufttransportgeschwader 61 zu nennen. Im Sinne der wirtschaftlichen Entwicklung und unter Berücksichtigung sozialer Faktoren sei dies erforderlich. „Die Ungewissheit über das ‚Wann‘ muss ein Ende haben – für Kommune und Bundeswehr“, fordert Reichhart.