Gespräch mit dem Kreisausschuss Ingolstadt im Bayerischen Beamtenbund

Die Eckpunkte einer Dienstrechtsreform, die die Staatsregierung auf den Weg gebracht hat, werden auch von den Freien Wählern unterstützt.  Die Maßnahmen, die durch die Dienstrechtsreform in Angriff genommen werden sollen, seien der richtige Schritt und werden so sicher vollzogen. Das ergab das erste Informationsgespräch mit dem neu gewählten Ingolstädter Landtagsabgeordneten Markus Reichhart von den Freien Wählern.

 

Der Vorstand des Kreisausschusses Ingolstadt im Bayerischen Beamtenbund traf sich mit MdL Reichhart zu einem informativen Gespräch um die aktuellen Probleme der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu erörtern. Gleich zu Beginn nahm die Situation der Beschäftigten im Raume Ingolstadt einen breiten Raum ein. Die Umorganisationen im Bereich der Bundeswehrverwaltung hier insbesondere im Dienstleistungszentrum, der früheren Standortverwaltung, erfordern persönliche Veränderungen, die viele Familien in der Region Ingolstadt betreffen. Auch im technischen Bereich, z.B. der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge, Musterprüfwesen der Bundeswehr in Manching, werden durch Umstrukturierungen Probleme auftauchen, die unweigerlich ihren Niederschlag im Personal und deren Familien finden werden.

 

Die von der Staatsregierung beabsichtigte Arbeitszeitverkürzung für die bayerischen Beamten von 42 auf 40 Wochenstunden ist aus Gründen  einer annähernden Gleichbehandlung mit den Tarifbeschäftigten zu begrüßen. Jedoch scheint dabei nicht berücksichtigt zu sein, dass die seinerzeit mit der Verlängerung der Arbeitszeit einhergehenden Sparmaßnahmen, sprich Personalreduzierungen und Stellenauflösungen, eine eklatante Verminderung der Beschäftigten in den staatlichen und kommunalen Verwaltungen in Ingolstadt mit sich brachte. Zusammen mit der Arbeitszeitverkürzung gehe ein zusätzliche Belastung der Beamten im gesamten staatlichen und kommunalen Verwaltungsbereich einher, dies treffe insbesondere die Polizei, die Steuerverwaltung sowie die Lehrer. Auch in der Stadtverwaltung werden diese Maßnahmen zu erheblichen Mehrbelastungen führen. Im Vordergrund müsse jetzt in allen Bereichen der Personalnachwuchs stehen, da zudem das altersbedingte Ausscheiden von Beschäftigten dies noch verstärke. In diesem Zusammenhang wurden auch die Themen wie Verlängerung der Lebensalterszeit und Flexibilisierung des Ruhestandseintritts ausführlich diskutiert und ihre politische Präsanz  auch im Tarifbereich beleuchtet.

 

MdL Markus Reichhart äußerte sich sehr positiv über das Informationsgespräch. Gab es ihm doch die Gelegenheit aus berufenen Kreisen Informationen über die Situation des öffentlichen Dienstes im Bereich der Region Ingolstadt zu erhalten. Er regte eine kontinuierliche Fortsetzung dieser Gespräche an.