v.l.n.r.: Ute Späth (Fraktionsreferentin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie), MdL Florian Streibl, Dr. Karl Eder (Geschäftsführer des Landeskomitees der Katholiken in Bayern), MdL Markus Reichhart, MdL Manfred Pointner, MdL Bernhard Pohl, MdL Tanja Schweriger, Dr. Albert Schmid (Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern), MdL Günther Felbinger, MdL Thorsten Glauber und MdL Dr. Karl Vetter

Im Gespräch mit der Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER hat Dr. Albert Schmid, ehemaliger Vorsitzender des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, für mehr Integration geworben.

Schmid, Vorsitzender des Landeskommitees der Katholiken, mahnte an, dass Migration lange Zeit nicht gesteuert wurde. Er schlug den Abgeordneten vor, in Kontakt mit dem Bundesamt zu treten. Seiner Meinung nach wird Deutschland auf Migration angewiesen sein. Es werde einem dauerhaften Phänomen werden.

Den Abgeordneten erklärte Schmid die unterschiedlichen Formen der Zuwanderung (Familiennachzug, Jüdische Zuwanderung und Arbeitsmigration) und sprach auch das Thema Fachkräfte an. Deutschland sei nicht mehr das Hauptzielland der Migration, so Schmid.

Aktuelle Probleme der Integration seien Altlasten versäumter Integrationspolitik der vergangenen Jahrzehnte, bemerkte Schmid. Er nennt drei Handlungsfelder für Integration in Deutschland: Sprache (Niveau der Sprachkurse unbedingt beibehalten), Intertheologischer Dialog (Besonders wichtig im Hinblick auf die Integration des Islams), Werteübereinstimmung.

Eine Möglichkeit sieht er im Islamunterricht an Schulen, denn dies würde Transparenz herstellen und einen Absonderungsprozess vermeiden.

Ebenso für wichtig hält er die Internationalisierung des Bildungssystems. Globalisierung, Multikulturalität etc. müssten bereits in der Grundschule gelehrt werden. Gleiches fordert er für die Universitäten.

Auf Zuwanderung im Bereich der humanitären Hilfe (Asyl) könne man nicht verzichten.