AUDI und Stadt begeistern die Franken

Am 10. September kamen sechzig Freie Wähler aus dem Kreis Roth nach Ingolstadt, um einen Blick hinter die Kulissen von AUDI zu werfen und bei einer Führung mehr über die Geschichte der Donaustadt zu erfahren.

Nach einer Begrüßung durch MdL Markus Reichhart konnte die Gruppe ihre Werksbesichtigung bei AUDI beginnen. Bei der fast zweistündigen Führung legten die Franken nicht nur etwa zweieinhalb Kilometer zu Fuß zurück sondern lernten auch die verschiedensten Stationen der Fahrzeugproduktion kennen: von der Blechpresse und dem Schweißen über das Aufkleben der Dächer und Außenpanele bis hin zum Betanken und Starten der Motoren. Dabei faszinierte vorallem das Ineinandergreifen der Produktionsschritte und die Perfektion in Ablauf und Logistik. Die Art und Weise der technischen Entwicklung und der Verarbeitung sprechen für die hohe Qualität des Produkts und den Standort sowie die Marke „Made in Germany“. Das Werksgelände, das die Größe einer Kleinstadt aufweist – größer als Monaco –, wurde hungrig in Richtung Restaurant verlassen.

Durch das Mittagessen gestärkt konnte die Gruppe bei herrlichstem Wetter ihren Ausflug fortsetzen und erlebte sogleich den ersten Aspekt der Ingolstädter Historie: Ingolstadt war die erste Universitätsstadt Bayerns. Viele Gebäude und Plätze erinnern noch heute an die historische Bedeutung der Stadt als Ort der Bildung. Von der Hohen Schule über die Alte Anatomie bis hin zu Frankenstein. Frankenstein? – Richtig gehört: die weltbekannte Figur Frankenstein soll in den Räumen der Ingolstädter Anatomie seinen künstlichen Menschen geschaffen haben. Neben Frankenstein ist der Widersacher Luthers Johann Maier eine wichtige Persönlichkeit der Stadtgeschichte. Auch hier muss man sich nicht wundern, denn Herr Maier wurde nach seinem Geburtsort benannt und ist deshalb besser unter dem Namen Eck bekannt. Durch ihn blieb Ingolstadt ein katholisches Bollwerk. Dass Ingolstadt zwei Schlösser hat, hat mit der herzoglichen Vergangenheit zu tun. Einer der Herzöge war sogar für längere Zeit französischer Regierungschef bevor er in Ingolstadt die Regentschaft übernahm. Ebenso wichtig – bis heute – ist Ingolstadt in militärischer Hinsicht. Es beherbergte früher ein Militärhospital, Kriegsgefangene wie Charles de Gaulle und wichtige Militäreinheiten, blieb jedoch vor Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs glücklicherweise verschont, auch wenn der Festungsring im Laufe der Zeit geschleift oder gesprengt wurde.
Mit diesen spannenden Eindrücken aus Vergangenheit und Moderne machte sich die Besuchergruppe wieder auf den Heimweg.

Vor dem Museum Mobile (AUDI)
Markus Reichhart begrüßt die Besuchergruppe
Stadtführung vor der Hohen Schule
Besichtigung des medico-botanischen Gartens der Alten Anatomie