Bei der 14. Bundesversammlung war auch Markus Reichhart dabei

Nachdem Bundespräsident Horst Köhler am 31. Mai überraschend zurückgetreten war, musste die Bundesversammlung am 30. Juni den Nachfolger des demissierten Präsidenten bestimmen. Dieses Mal war Markus Reichhart Wahlmann der Freien Wähler, die wie schon im vergangenen Jahr zehn Mitglieder der Bundesversammlung stellten. 
Der Wahl waren zwei Treffen mit den Kandidaten vorausgegangen. So war Joachim Gauck am 23. Juni bei der Fraktion in München und wenige Tage später traf man in Nürnberg auf den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff. Im Anschluss an die Gespräche kristallisierte sich eine große Mehrheit bei den Freien Wählern für Gauck heraus. Auch Markus Reichhart entschied sich dazu, seine Stimme in der Bundesversammlung Joachim Gauck zu geben.
Der Wahltag, der 30. Juni, sollte zur längsten Sitzung in der Geschichte der Bundesversammlungen werden. Drei Wahlgänge waren nötig, um Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten zu machen. Unabhängig von seiner eigenen Wahlentscheidung sieht Markus Reichhart das neue Staatsoberhaupt als eine gute Wahl.

Die Präsidentschaftskandidaten zu Besuch: oben Joachim Gauck (2. v.re.), mitte Christian Wulff (2. v.re.). Markus Reichhart im Plenarsaal des Reichstags während der Bundesversammlung am 30. Juni 2010 (unten).